Der Aerocowboy

von Rich. Braunbeck mit Bildern von Emil Kneiß

Am 6. April 1917 erklärten die USA Deutschland den Krieg. Vorausgegegangen war, dass seit Dezember 1916 Deutschland den uneingeschränkten U-Boot-Krieg wieder aufgenommen hatte, d.h. es wurden auch neutrale Handelsschiffe ohne Vorwarnung angegriffen und versenkt. Dies betraf insbesondere die Hilfslieferungen der USA an die Ententemächte Frankreich, England und Italien.

Die nachfolgende Bildergeschichte ist sicher eine Reaktion auf diese Kriegserklärung. Richard Braunbeck schuf den Text, den Emil Kneiß dann in Bilder umsetzte. Veröffentlicht wurde diese Geschichte in der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift „Luftwaffe“ im Verlag Gustav Braunbeck. (Gustav, Richard und Emil waren Schwäger, denn sie hatten drei Schwestern geheiratet)

Buffalo Bill war zunächst ein Bisonjäger und später ein Schausteller, der mit seiner Wild-West-Show bereits 1890 in München auf der Theresienwiese gastierte. Siehe hierzu aber auch das Projekt Josef Fischer. Fischer gewann 1893 gegen einen angeblichen Sohn von Buffalo Bill ein Rennen zwischen Fahrrad und Reiter.

 

 

Der amerikanische Aerocowboy ist natürlich mit dem Lasso und entsprechendem Flugzeug (Patent Buffalo Bill) ausgerüstet.

Der amerikanische Aerocowboy ist natürlich mit dem Lasso ausgerüstet
Das Lasso wird zweckdienlichst am Flugzeug befestigt

 

 

Das Lasso wird zweckdienlichst am Flugzeug befestigt

 

 

 

Kommt ein deutscher Flieger in Sicht,

    Kommt ein deutscher Flieger in Sicht,
so wirft der Aerocowboy sein todsicheres Lasso

 

so wirft der Aerocowboy sein totsicheres(!) Lasso

 

 

 

 

dem deutschen Flieger über den Kopf,

  dem deutschen Flieger über den Kopf
pariert durch Abstellen des Motors sein Flugzeug

 

 

pariert durch Abstellen des Motors sein Flugzeug und – – – –

 

 

stürzt hierauf ab mit dem Ruf: „Stop, stop, damned German, stop, stop!“ zu deutsch: „Eigentlich habe ich mir die Sache doch ganz anders vorgestellt!“ – – – –

 

Kneiß hat in diesem Bild das deutsche Flugzeug als „Rumpler“-Taube gezeichnet; dieses Flugzeug war ihm schon 1910 beim Preisflug von München nach Berlin zur Bemalung untergekommen.

stürzt hierauf ab mit dem Ruf: "Stop, stop, damned German, stop, stop!"